INTELLIGERT

Oktober 23, 2009

Militärische Bedrohung der Schweiz

Pazifismus und Anti-Bellizismus im Dienste des Totalitarismus

„Dabei ist klar: Militärisch ist die Schweiz nicht bedroht.“

-GSoA Zitig 79

Weil die Schweiz zur Zeit militärisch nicht bedroht sei, so die linken Armeegegner, solle sie abgeschafft werden; Nachhaltiges Planen war noch nie eine sozialistische Tugend. Bereits die britische Labour-Partei sah anfangs der 1930er Jahre nirgends einen Feind, und forderte deshalb die Abrüstung der britischen und französischen Armee – Das Ergebnis kennen wir: Mehr als 50 Millionen Tote, 6 Millionen ermordete Juden, fast ganz Europa durch deutsche Sozialisten zerstört. Leider haben ausgerechnet die Historiker nichts aus der Geschichte gelernt; Der Zyniker Joe Lang lässt grüssen.
Wer demokratische Staaten auffordert, abzurüsten, während diktatorische Regime wie der Iran an Atombomben basteln, ist kriminell. So zum Beispiel Roman Schürmann, von der linksextremen WOZ, der in der Arena behauptet, wir bräuchten nicht mehr Flieger als die Österreicher. Wie lange ging es, bis seine deutschen Gesinnungsgenossen Österreich vor 70 Jahren besetzt hatten?

Situation früher

Oft wird argumentiert, Europa sei seit dem letzten Weltkrieg von Kriegen verschont worden. Ein kurzer Blick auf die jüngste Vergangenheit Ex-Jugoslawiens straft dies Lüge. Westeuropa hingegen beherbergte in der Tat keinen Kriegsschauplatz mehr. Doch was will das heissen? Es ist davon auszugehen, dass die nukleare Bi-Polarität zwischen der 1. und 2. Welt im Kalten Krieg das Kriegsrisiko innerhalb Europas minimierte, während die Democratic Peace Theory bislang empirisch nicht belegt werden konnte.
Die Friedensperiode, in dem es sich seit dem 2. WK befindet, ist, wenn man die letzten 1000 Jahre anschaut, statistisch gesehen voll und ganz im erwartbaren Bereich, selbst wenn man den Kalten Krieg nicht berücksichtigt. Sie ist nicht einmal einmalig: Vor dem 1. WK, den wie die meisten Kriege, niemand vorhergesehen hatte (und selbst im Sommer 1914 sagten sich k u k – Militärs: Over by December), während der Belle Epoque, war die Lage verängstigend ähnlich. History Repeating: Die Menschen überschätzten sich masslos und hingen der Illusion eines friedlichen Europas nach, um nur kurz darauf ihre zwei schrecklichsten Kriege vom Zaun zu reissen.
Noch nicht mal 20 Jahre nach Ende der sowjetischen Schreckensherrschaft ist es zu früh, Prognosen über die Zukunft Europas abzugeben, auch wenn sich Möchtegern-Militärexperten wie Karl Haltiner sich nur allzu gerne opportunistisch dem Zeitgeist unterwerfen um Kriegsgefahren für die Schweiz als unrealistisch zu beurteilen. Wie ist Situation wirklich?

Heutige Situation

Die multipolare Machtverteilung im postmodernen Europa macht zwischenstaatliche Beziehungen komplizierter und komplexer. Das Ziel eines Mächtegleichgewichtes wie es den Briten vor dem 1. WK vorschwebte ist ein nobles, aber eben illusorisches Ziel. Ganz klar erhöht sich durch eine multipolare Machtverteilung die Gefahr innereuropäischer Kriege. Innerhalb der Europäischen Union findet zurzeit ein Richtungskampf statt, zwischen den Anhängern eines Staatenbundes und denjenigen eines Bundestaates, der nicht zuletzt auch zur Auflösung der EU führen könnte. Belgien droht auseinander zu brechen, die Türkei wird unter Erdogan seit Jahren islamisch radikalisiert, die Deutschen drohen uns schon wieder mit militärischen Eingriffen (Kavallerie). In England urteilen Scharia-Gerichte, in Frankreich sind ganze Quartiere nicht mehr unter der Kontrolle des Rechtsstaates, in der Schweiz führt eine Verhaftung zur Staatskrise. Auch die Finanz- bzw. Wirtschaftskrise und die dadurch steigenden Staatsverschuldungen sind alles andere als ein Friedensgarant.
Kurz: Es ist mir absolut schleierhaft, wie jemand mit klarem Verstand auf die Idee kommen könnte, die Zeit der Kriege in Westeuropa sei vorbei, es gibt schlicht kein einziges Indiz dafür.

Konsequenz

Aus diesen Erläuterungen wird ersichtlich, dass die Primäraufgabe der Schweizer Armee die Verteidigung gegen kriegerische Aggressionen sein muss, und nichts anderes. Wer das Militärbudget für die Bekämpfung des Klimawandels oder Naturkatastrophen einsetzen will, spielt mit der Sicherheit der Schweiz und ist um einiges gefährlicher als diese.


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